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Die Bestände von Enten und Wildgänsen sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Durch die steigenden Populationen haben die Schäden durch Enten- und Gänsefraß, aber auch die Verkotung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen insbesondere an der Westküste extrem zugenommen. Die Schäden reichen bis zum Totalausfall sowohl auf Acker- als auch auf Weideflächen.

Auf Anregen des Bauernverbandes Schleswig-Holstein wurde der Gesprächskreis "Wildgänse in der Landwirtschaft" im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein wiederbelebt.

Aus Sicht der Landwirtschaft ist ein Paket an Maßnahmen notwendig, die zum Einen die Schadensverhütung und zum Anderen den Schadensausgleich als Ziel haben muss. Insbesondere müssen Themen diskutiert werden, wie z.B. das Populationsmanagement (Populationsentwicklung, Vergrämung, Abschuss, gezielte Entnahme von Eiern aus Gelegen) sowie mögliche Kompensationsleistungen für Gänsefraßschäden aus nationalen Mitteln und Entschädigungen im Rahmen der 2. Säule, wie es bereits in anderen Bundesländern möglich ist.

Der erste Schritt in diese Richtung ist das im Juni 2016 durch den Landtag Schleswig-Holstein beschlossene "Gänsemonitoring und Gänsemanagement in Schleswig-Holstein". Das Konzept sieht die Aufstellung international abgestimmter Managementpläne und landesweit abgestimmter Handlungskonzepte für Fraßschäden in der Landwirtschaft vor. Eine abgestimmte Vorgehensweise sowohl für den Schutz der bedrohten Gänsearten als auch zur angemessenen Begrenzung der Populationen häufiger Arten ist zukünftig zu entwickeln.

Bauernverband Schleswig-Holstein