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Das Projekt Blühendes Steinburg der Stiftung Naturschutz in Kooperation mit dem Kreis-Bauernverband Steinburg ist als Pilotprojekt 2007 gestartet, um die ergebnisorientierte Honorierung von botanisch artenreichen Grünlandflächen als Förderinstrument des freiwilligen Artenschutzes zu verankern. Bisher ist es aber nicht gelungen dies auch in Agrarförderprogramme des Landes zu verankern (z.B. im Greening). Aus zeitlichen Engpässen wurde das Projekt Blühendes Steinburg für 2016 nicht ausgeschrieben. Damit ist die Pilotphase unterbrochen worden und ein guter Zeitpunkt eingetreten eine Projektbilanz vorzunehmen.

Das Jahr soll daher genutzt werden das Projekt fachlich zu bewerten, Verbesserungsvorschläge und Kritiken aus einer studentischen Projektbewertung 2015 (Universität Hannover) aufzunehmen und die Projektergebnisse mit den Kriterien der aktuellen Wertgrünlandkartierung abzugleichen. Dies soll in einem Gutachten zusammengefasst werden, das als Grundlage für eine Planungsrunde mit Bauernverband, LLUR, MELUR und Artenagentur dienen kann, um die Möglichkeiten zu eruieren die Ergebnisorientierte Honorierung als Förderinstrument im Land zu verankern.

Dr. Christian Dolnik - Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Stiftung Naturschutz stellt 10.000 Euro für bunte Blumenwiesen bereit

Seit 2007 besteht das von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und dem Kreisbauernverband Steinburg initiierte Projekt „Blühendes Steinburg“, für das der Steinburger Landrat  die Schirmherrschaft übernommen hat. Ziel dieses modernen Förderinstrumentes ist es, Landwirte finanziell zu belohnen, die auf ihren landwirtschaftlichen Nutzflächen die Artenvielfalt auf Steinburgs Wiesen erhalten. Extensives Grünland, auf dem seltene Pflanzen, sogenannte „Kennarten“, blühen, gilt es zu melden. Dazu gehören unter anderem die Sumpfdotterblume, die Kuckuckslichtnelke oder die Rundblättrige Glockenblume.

Bewirtschaftungsauflagen gibt es nicht – was zählt, ist der Erfolg! Dieser wird wie folgt ermittelt: Über die Wiese wird eine Diagonale gelegt und dann in drei gleich lange Abschnitte unterteilt und abgelaufen. Pro Abschnitt werden alle Pflanzenarten einer Kennartenliste notiert.

Zwei Prämienstufen gibt es: Werden in jedem Abschnitt der Diagonalen mindestens vier der gewünschten Arten gefunden, dann ist die erste Prämienstufe erreicht. Bei mindestens sechs Kennarten pro Abschnitt wird der Landwirt mit der zweiten Prämienstufe belohnt. Die Höhe der Förderung in den beiden Prämienstufen wird nicht vorgegeben, sie wird vielmehr in einem Bieterverfahren ermittelt.

Ein Faltblatt mit anschaulichen Grafiken und Fotos erklärt, auf welche Pflanzen es ankommt und wie sich der Landwirt für das Pilotprojekt bewerben kann.

Es kann in der Geschäftsstelle des Kreisbauernverbandes Steinburg, Tel.: 0 48 21-6 04 98 12, oder bei der Stiftung Naturschutz, Tel.: 04 31-2 10 90 90, bezogen oder im Internet unter www.stiftungsland.de heruntergeladen werden.

Interessierte Landwirte können jedes Jahr im März/April ihr Angebot bei der Stiftung Naturschutz einreichen. Flächen, auf denen eine Ausgleichsverpflichtung liegt, die im Eigentum der Öffentlichen Hand sind oder für die ein Vertrag mit dem Landwirtschaftsministerium über Vertragsnaturschutz abgeschlossen wurde, sind vom Bieterverfahren ausgeschlossen.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich 19 Landwirte mit 54 Schlägen (151 ha) an der Aktion. Davon waren 21 ha nicht förderungsfähig, 93 ha erreichten die erste Prämienstufe, 39 ha die zweite Prämienstufe.

Bauernverband Schleswig-Holstein