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Düngeverordnung fordert Düngebedarfsermittlung und Nährstoffbilanz

Die neue Düngeverordnung gilt seit dem 2. Juni 2017. 

Demnach hat jeder Landwirt folgende Pflichten im Bereich Düngung:

1. Vor der Düngung den Düngebedarf für Stickstoff (N) und Phosphor (P) schlaggenau ermitteln und aufzeichnen.

Die Kreisgeschäftsstellen erstellen die Düngebedarfsermittlung auf Grundlage Ihrer Daten für Sie. Den Erfassungsbogen für die Düngebedarfsermittlung finden Sie hier.

2. Nährstoffvergleich bis 31. März des Folgejahres aufstellen.

  • Feld-Stall-Bilanz: alle Betriebe ohne Wiederkäuer (Ackerbau, Schweine, Geflügel, Pferde)
  • plausibilisierte Feld-Stall-Bilanz: alle Betriebe mit Wiederkäuern (Rinder, Schafe, Ziegen, Gehegewild)
  • Stoffstrom-Bilanz (zusätzlich zur Feld-Stall-Bilanz!):

    • viehhaltende Betriebe über 50 GV und 2,5 GV/ha
    • viehhaltende Betriebe über 50 GV ohne eigene Flächen
    • viehhaltende Betriebe, die Wirtschaftsdünger aufnehmen
    • Biogasanlagen, die Wirtschaftsdünger aufnehmen

Die Kreisgeschäftsstellen erstellen den Nährstoffvergleich auf Grundlage Ihrer Daten für Sie. Den Erfassungsbogen für die Feld-Stall-Bilanz und die Stoffstrombilanz finden Sie hier.

3. Vor dem Aufbringen die Aufnahmefähigkeit des Bodens prüfen.

Der Boden darf nicht überschwemmt, nicht wassergesättigt, nicht schneebedeckt und nicht gefroren sein.

Ausnahme für gefrorenen Boden, der tagsüber antaut, möglich.

4. Maximal 170 kg Sticktoff je ha im Betriebsdurchschnitt aus organischen Düngemitteln (Gülle, Jauche, Festmist, Gärrest, Kompost, Klärschlamm) aufbringen.

5. Ausreichend Lagerkapazität vorhalten.

  • 6 Monate für flüssigen Dung
  • 9 Monate für flüssigen Dung für Betriebe über 3 G/ha oder ohne eigene Flächen
  • 2 Monate für Festmist von Huf- und Klauentieren und Kompost
  • 5 Monate für Geflügelmist

6. Sperrfristen und Aufbringverbote beachten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bauernverband Schleswig-Holstein