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Beim Deutschen Bauerntag 2026 haben die Delegierten die „Freiburger Erklärung“ zur Zukunft der Europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik verabschiedet.

Die Europäische Union, der Binnenmarkt und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sind Rückgrat und Grundvoraussetzung für eine produktive Landwirtschaft und lebendige ländliche Räume in Deutschland und Europa. Die europäische Integration und die GAP sind historische Erfolgsgeschichten, deren positive Wirkung es zu bewahren gilt. Auch zukünftig unterstützen die Landwirte eine Europäische Union, die für Frieden, Freiheit, Solidarität, Wohlstand sowie unternehmerische Freiheit steht und zugleich die europäischen und deutschen Bauernfamilien wertschätzt. Jetzt gilt es, die Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit der heimischen und europäischen Versorgung mit Lebensmitteln zu stärken. Als agrarische Gunststandorte tragen Deutschland und die EU besondere Verantwortung für eine stabile globale Agrarproduktion.

Die jetzigen Vorschläge aus Brüssel zur Zukunft des EU-Haushalts sind eine Fehlentwicklung. Jetzt braucht es schnell politische Lösungen. Die deutschen Bauernfamilien fordern unter anderem ein inflationsfestes Agrarbudget in Höhe von 500 Milliarden Euro, die klare Ablehnung von Degression und Kappung sowie einen echten Bürokratieabbau, der bei den Betrieben ankommt. Die europäischen Entscheidungsträger, aber auch Bundestag und Bundesregierung sowie die Länder, tragen jetzt eine besondere historische Verantwortung, einer Schwächung der GAP frühzeitig politisch gegenzusteuern. 

Bauernverband Schleswig-Holstein