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Foto: pixabay

Die Aviäre Influenza, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit. 

Nachdem am 30.10.2020 im Kreis Nordfriesland erstmals im Jahr 2020 bei tot aufgefundenen Wildvögeln die Vogelgrippe amtlich festgestellt wurde, sind mittlerweile in vielen Regionen Schleswig-Holsteins Funde gemeldet worden. 

Allgemeine Hintergrundinformationen zur hochpathogenen aviären Influenza hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in einem Fragen und Antworten-Katalog zusammengestellt.

Weitere Informationen und Meldungen zum aktuellen Seuchengeschehen finden Sie nachfolgend.

Hygienemaßnahmen weiter beachten - Hilfreiche Unterlagen

❗️ Trotz der Lockerungen der Stallpflicht in einigen Kreisen bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Diese sehen unter anderem erweiterte Dokumentationspflichten auch für kleinere Geflügelbestände (schon ab 10 Tieren) vor. Bei der Umsetzung der Vorgaben können die folgenden Unterlagen hilfreich sein, die sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam geführt werden sollten: 

Weitere Informationen für Kleinstgeflügelhaltungen finden Sie hier:

1. Allgemeine Informationen

Man unterscheidet bei der aviären Influenza zwischen verschiedenen Subtypen, die in zwei Varianten einzuordnen sind, die geringpathogenen und die hochpathogenen Influenzaviren. Beide Varianten kommt natürlich bei wildlebenden Wasservögeln vor, wodurch sie immer wieder, auch zur Gefahr für Hausgeflügel wird. 

Geringpathogene Influenza (LPAIV)

Geringpathogene aviäre Influenzaviren (LPAIV) der Subtypen H5 und H7 verursachen bei Hausgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, kaum oder nur milde Krankheitssymptome.

Hochpathogene Influenza (HPAIV)

Die hochpathogenen Form (hochpathogene aviäre Influenzaviren, HPAIV) hingegen verläuft deutlich schwerer und zeigt sich dann klinisch als Geflügelpest. Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen, die oft zum Tod des Tieres führen.

Flickenteppich statt landesweiter Regelung

04.05.2021

Heute Vormittag hat es eine Besprechung des MELUND mit den Kreisveterinärämtern gegeben, um das weitere Vorgehen bei der Aufstallpflicht zu besprechen. Das MELUND hat dabei die Kreise und kreisfreien Städte gebeten, das Risiko eines Eintrags von Geflügelpest aktuell lokal neu zu bewerten und auf dieser Grundlage zu entscheiden, ob und welche Maßnahmen der Aufstallung weiterhin erforderlich sind, heißt es in einer Pressemeldung des MELUND.

Flickenteppich bei Stallpflicht bleibt bestehen

Dennoch bleibt es bei regionalen Entscheidungen der zuständigen Behörden. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich. Die Kreise Pinneberg, Nordfriesland, Plön, Schleswig-Flensburg und Ostholstein hatten bereits vor heute Änderungen bei der Aufstallpflicht in ihren jeweiligen Kreisgebieten kommuniziert. Der Kreis Segeberg hat noch heute nachmittag reagiert und zu morgen, 05. Mai 2021, die Aufstallpflicht für Geflügel für das gesamte Gebiet des Kreises Segeberg aufgehoben.

Kreis Dithmarschen: Stallpflicht bleibt noch bestehen

Anders hingegen hat der Kreis Dithmarschen kommuniziert. Mit Pressemeldung von heute (04.05.2021) wurde mitgeteilt, dass die Stallpflicht im Kreisgebiet Dithmarschen  nicht aufgehoben werde. In der letzten Woche sei bei vier verendeten Nonnengänsen und einer Graugans das hochpathogene Influenzavirus nachgewiesen worden. Die Funde stammten aus Brunsbüttel, Hemme und Meldorf. Es bestehe daher aktuell kein Anlass die Aufstallpflicht im Kreis Dithmarschen zu lockern.

Entscheidung anderer Kreise bleibt abzuwarten

Die weiteren Kreise und kreisfreien Städte dürften in den kommenden Tagen ebenfalls ihre Bewertungen neu treffen. Es dürften insofern zum Wochenende, spätestens in der kommenden Woche, weitere Lockerungen zu erwarten sein.

Welche Regionen zu wann und in welchem Umfang die Aufstallpflicht für Geflügel aufgehoben haben, werden wir auf dieser Webseite einstellen, sobald wir davon Kenntnis haben.

Einheitliches Vorgehen der Kreise eingefordert

28.04.2021

Der Geflügelwirtschaftsverband Schleswig-Holstein & Hamburg (GWV SH & HH) hat im Zusammenhang mit den ersten Lockerungen bei der Stallpflicht in den Kreisen Nordfriesland und Pinneberg an ein einheitliches Vorgehen der Kreise appelliert. Ende letzten Jahres wurde innerhalb einer Woche landesweit die Aufstallung eingeführt. Auch bei den Lockerungen sollte deshalb ein koordiniertes Vorgehen der Kreise und kreisfreien Städte möglich sein. Dies würde allen Betrieben im Land die gleichen Möglichkeiten eröffnen, heißt es von Seiten des Verbandes. 

Nicht nur die Gefahr eines möglichen Eintrags des Geflügelpesterregers in die eigenen Tierbestände, sondern auch die Herausforderungen im Haltungsmanagement, die sich aus der anhaltenden Stallpflicht ergeben, seien für alle Geflügelhalter im Land gleichermaßen belastend. Ein einheitliches Vorgehen von Seiten der zuständigen Behörden würde dem Rechnung tragen.

Landeshauptstadt Kiel - Aufstallpflicht zum 12.05.2021 komplett aufgehoben

11.05.2021

Die Landeshauptstadt Kiel wird die Aufstallpflicht mit Verfügung vom 11. Mai 2021 zum 12. Mai 2021 komplett aufheben. Risikogebiete werden nicht ausgewiesen. Das Geflügel im gesamten Stadtgebiet kann somit wieder ins Freie.

Die Bekanntmachung wurde auf der Webseite der Landeshauptstadt veröffentlicht. 

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Stadt Neumünster - Aufstallpflicht teilweise zum 08.05.2021 aufgehoben

11.05.2021

Die Stadt Neumünster hat die Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel angepasst und teilweise aufgehoben. Danach bleibt die Verpflichtung zur Aufstallung 500 m um das Ufer des Einfelder Sees weiterhin bestehen. Das Gebiet ist auf einer Karte (hier) dargestellt. 

Die Allgemeinverfügung vom 07.05.2021 finden sie hier.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Hansestadt Lübeck - Aufstallpflicht zum 08. Mai 2021 komplett aufgehoben

11.05.2021

Nach erneuter Risikobewertung hat die Stadt Lübeck die Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung der Hansestadt über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel zum Schutz gegen die Geflügelpest aufgehoben. Begründet wird dieser Schritt damit, dass auch im Stadtgebiet in den letzten sechs Wochen keine weiteren Nachweise des hochpathogenen aviären Influenza-Virus (HPAIV) des Subtyps H5 bei Wildvögeln festgestellt wurde.

Die Aufhebung trat zum 08. Mai 2021 in Kraft.

Die Allgemeinverfügung ist hier zu finden.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Rendsburg-Eckernförde - Stallpflicht zum 07. Mai 2021 westlich der A7 aufgehoben

10.05.2021

Auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat die Stallpflicht gelockert. Die Änderung der tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung wurde bereits zum 07. Mai 2021 wirksam. Seit Freitag dürfen Tiere im Kreisgebiet Rendsburg-Eckernförde westlich der Autobahn 7 wieder ins Freie, im Kreisgebiet östlich der Autobahn A 7  gilt dagegen weiterhin die Aufstallpflicht. Begründet wird diese Änderung damit, dass im Westen des Kreises in den vergangenen Wochen keine infizierten Tiere gefunden worden waren.

Die Änderung wurde am 07. Mai 2021 im Kreisblatt 21/21 des Kreises Rendsburg-Eckernförde veröffentlicht. Sie finden diese auch hier.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Herzogtum-Lauenburg - Stallpflicht zum 08.05.2021 teilweise aufgehoben

09.05.2021

Der Kreis Herzogtum-Lauenburg hat seine Stallpflicht für Geflügel ebenfalls zum 08. Mai 2021 angepasst.

Die Stellpflicht ist weitestgehende aufgehoben worden. Sie gilt aber weiterhin in einen 500 m breiten Uferstreifen entlang der Elbe und einen jeweils 500 m breiten Streifen landeinwärts ab der Uferlinie folgender Seen:

Ratzeburger See (mit Domsee sowie Großem und Kleinem Küchensee), Schaalsee (mit Niendorfer und Bernsdorfer Binnensee sowie Dutzower See und Seedorfer Küchensee), Großer und Kleiner Mustiner See, Lankower See, Grammsee und Garrensee, Mechower See, Goldensee und Culpiner See, Kittlitzer Hofsee, Salemer See mit Pipersee und Pfuhlsee, Behlendorfer See, Möllner Stadtseen (einschließlich Drüsensee und Lütauer See), Gudower See und Sarnekower See, Güster Baggerseen.

Die Allgemeinverfügung des Kreises ist hier abrufbar.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Stormarn - Stallpflicht zum 08. Mai 2021 teilweise aufgehoben

09.05.2021

Der Kreis Stormarn hat seine tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung über die Anordnung der Stallpflicht zum 08. Mai 2021 angepasst und die Stallpflicht für weite Teile des Kreises Stormarn beendet. Lediglich in einem 500 Meter breiten Uferstreifen um die Binnengewässer Großensee, Lütjensee, Mönchteich und Stenzerteich ist von dieser Änderung ausgenommen. Dort gilt weiterhin die Stallpflicht! Dies betrifft Gebiete der Gemeinden Großensee, Lütjensee, und Trittau.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Steinburg - Aufstallpflicht zum 08. Mai weitestgehend aufgehoben

07.05.2021

Zum 08. Mai 2021 wird die Aufstallpflicht für Geflügel in weiten Teilen des Kreisgebietes Steinburg aufgehoben. Die neue Allgemeinverfügung sieht aber weiterhin eine Aufstallung entlang bestimmter Küstenzonen und Wassergebiete vor. Dies betrifft Teilgebiete entlang der Elbe bis zu einem Abstand von 3 km vom Uferrand sowie dem Nord-Ostsee-Kanal und der Stör, jeweils bis zu einem Abstand von 500 m zum Uferrand.

Ausführliche Informationen gibt es in der Amtlichen Bekanntmachung Nr. 60/2021 für den Kreis Steinburg, die auf der Webseite des Kreises zum Download zur Verfügung steht. Darin enthalten ist auch eine Karte, in der die Gebiete farblich ausgewiesen sind.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Segeberg - Stallpflicht zum 05. Mai komplett aufgehoben

04.05.2021

Zum 05. Mai 2021 wird die Aufstallpflicht für Geflügel für das gesamte Gebiet des Kreises Segeberg aufgehoben. Eine Ausweisung von Risikogebieten entlang bestimmter Küstenzonen und Wassergebiete, wie sie teilweise in anderen Kreisen ausgewiesen wurden, erfolgt nicht. 

Die entsprechende Bekanntmachung des Kreises ist hier nachlesbar.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Schleswig-Flensburg hebt Stallpflicht zum 05. Mai 2021 komplett auf

04.05.2021

Im Kreis Schleswig-Flensburg wird die Aufstallpflicht für Geflügel für das gesamte Gebiet des Kreises sowie der Stadt Flensburg zum 5. Mai 2021 aufgebogen. Eine Ausweisung von Risikogebieten entlang von bestimmten Wassergebieten, wie in anderen Kreisen, erfolgt nicht.

Die entsprechende Bekanntmachung des Kreises ist hier nachlesbar.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Ostholstein - Auftstallpflicht gelockert zum 04.05.2021

04.05.2021

Der Kreis Ostholstein hat seine Stallpflicht für Geflügel ebenfalls gelockert. 

Aufgestallt bleiben muss das Geflügel in einem Küstenstreifen entlang der Ostsee in einer Breite von 3 km, von der Wasserlinie in das Landesinnere gemessen und in einem  jeweils 500 Meter breiter Ufersaum um folgende Binnengewässer: Dieksee, Kellersee, Barkauer See, Ruppersdorfer See, Hemmelsdorfer See und Großer Plöner See.

Die Allgemeinverfügung des Kreises vom 03.05.2021 finden Sie hier.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Änderungen der Aufstallpflicht

In einzelnen Kreisen Schleswig-Holsteins darf das Geflügel wieder nach draußen. Welche Kreise bereits Lockerungen der Aufstallpflicht erlassen haben und wo diese gelten, lesen Sie hier. Klicken Sie daher auf den Butten Weiterlesen (rechts), um die Einzelheiten der Änderungen in folgenden Kreisen nachzulesen:

  • Kreis Plön - Aufstallpflicht teilweise aufgehoben seit dem 01.05.2021
  • Kreis Nordfriesland - Aufstallpflicht teilweise aufgehoben seit dem 27.04.2021
  • Kreis Pinneberg - Aufstallpflicht teilweise aufgehoben seit dem 22.04.2021

Stand heute (11.05.2021, 15:30 Uhr) hat nach unserer Kenntnis nur der Kreis Dithmarschen s noch keine Änderungen bei der Aufstallungsanordnung getroffen.

Hinweis:

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Plön - Aufstallpflicht ab dem 1. Mai nur noch eingeschränkt

29.04.2021

Der Kreis Plön hat seine Aufstallanordnung zum 01.05.2021 aufgehoben. Stattdessen gilt:

In einem 3.000 m breiten Küstenstreifen entlang der Ostseeküste und in den 500 m breiten Uferstreifen der Binnenseen Großer Plöner See, Trammer See, Trentsee, Selenter See, Tresdorfer See, Lankersee, Kührener Teich, Hochfelder See, Lebrader Teiche, Lammershagener Teiche und Rixdorfer Teiche bleibt die Aufstallpflicht für Geflügel bestehen. Die Abgrenzung der Schutzzonen ergibt sich aus einer Anlage 1 (Karte), welche Bestandteil der Allgemeinverfügung vom 29.04.2021 des Kreises Plön ist. Die Abgrenzung des Gebietes ist in der Karte rot umrandet, das Gebiet gelb schraffiert dargestellt. 

Im übrigen Kreisgebiet wird die Aufstallpflicht für Geflügel aufgehoben. Diese Allgemeinverfügung ist zunächst befristet bis zum 15. Ami 2021, kann aber verlängert werden. Sollte eine Verlängerung nicht ausgesprochen werden, wäre damit auch in den verbliebenen Gebieten die Aufstallung aufgehoben.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Nordfriesland - Lockerung der Stallpflicht zum 27.04.2021

28.04.2021

In Nordfriesland darf Geflügel teilweise wieder nach draußen.

Der Kreis Nordfriesland hat darüber informiert, dass die Anordnung der Aufstallung von Geflügel im Kreisgebiet auf bestimmte Regionen in Küstennähe und in weiteren Wildvogelrastgebieten beschränkt wurde. Die neue Anordnung gilt ab dem 27.04.2021.

Die genaue Kulisse der Zonen wurde durch die zuständige Kreisveterinärbehörde festgelegt. Ob sich Ihre Geflügelhaltung weiterhin in dem Aufstallungsgebiet befindet oder sie Ihre Tiere ins Freie lassen dürfen, können Sie mit Hilfe einer interaktive Karte des Kreises Nordfriesland prüfen und dort Ihren Standort eingeben.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Kreis Pinneberg lockert Stallpflicht ab dem 22.04.2021

21.04.2021

Die hochpathogenen aviären Influenza-Virus (HPAIV) gilt bei Hausgeflügel in Schleswig-Holstein als erloschen. Inwieweit eine Lockerung oder auch komplette Aufhebung der Stallpflicht für Geflügel möglich ist, wird jeweils separat je Gebietskörperschaft (Kreis/kreisfreie Stadt) unter Berücksichtigung der regionalen Risikolage bewertet und entschieden.

Kreis Pinneberg lockert Stallpflicht ab dem 22.04.2021 - Aufstallung weiterhin in Wassernähe

Der Kreis Pinneberg hat hierzu bereits eine Neubewertung der Risikolage getroffen. Nachdem in den letzten 6 Wochen keine weiteren Nachweise des Influenza-Virus (HPAIV) bei Wildvögeln im Kreis Pinneberg erfolgt seien, wird die Anordnung der Aufstallung von Geflügel im Kreis Pinneberg auf bestimmte Regionen beschränkt. In einem 3 Kilometer breiten Zonenstreifen zur Elbe sowie in Gebieten mit Abstand von weniger als 500 Metern zur Pinnau zwischen Uetersen und der Mündung der Elbe bleibt die Aufstallpflicht bestehen. Im Übrigen wird die Aufstallung von Geflügel im Kreis Pinneberg aufgehoben. Die genaue Kulisse der Zonen hat die zuständigen Kreisveterinärbehörde festgelegt und auf der Webseite des Kreises Pinneberg eingestellt.

Sollten auch in anderen Kreisen die Funde von verendeten Wildvögeln weiter zurück gehen, ist zu erwarten, dass auch dort die Stallpflicht gelockert wird. Die Entscheidung obliegt den örtlich zuständigen Behörden.

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Bundesinstitut bestätigt: Übertragung durch Lebensmittel unwahrscheinlich

23.02.2021

Eine Virusübertragung des Geflügelpest-Erregers H5N8 durch den Verzehr von Lebensmitteln vom Geflügel ist unwahrscheinlich.

Für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleisch von infizierten Tieren gebe es bisher keine Belege, so das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) in seiner aktualisierten Mitteilung Nr. 007/2021 vom 23. Februar 2021 mit. Konkret heißt es dort: "Eine Übertragung des Erregers über Lebensmittel auf den Menschen ist nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand unwahrscheinlich."

Laut Presseberichten war es im Dezember 2020 erstmals zu Übertragungen des Subtyps H5N8 auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Geflügelfarm in Russland gekommen. Influenzaviren können beim Menschen Atemwegserkrankungen auslösen und werden hauptsächlich durch Tröpfcheninfektionen über die Luft übertragen. Fälle von Mensch-zu-Mensch-Übertragungen wurden nicht festgestellt. 

Der Verzehr von Geflügelprodukten gesundheitlich unbedenklich, sofern die allgemein gültigen Hygieneregeln im Umgang mit Geflügelprodukten vom Verbraucher beachtet werden (siehe auch Video des BfR).

Für weitergehende Informationen zur Vogelgrippe hat das BfR auf seiner Webseite Fragen und Antworten zusammengestellt.

FLI aktualisiert seine Einschätzung - Risiko auf "mäßig" herabgestuft

28.04.2021

Das FLI hat seine Risikobewertung am 26.04.2021 aktualisiert.

Das Risiko der Ausbreitung von HPAI H5-Viren in und durch die Wildvogelpopulationen innerhalb Deutschlands wurde vom FLI auf „mäßig“ herabgestuft. Eine Aufstallung von Geflügel soll nach aktualisierter Empfehlung „je nach lokaler Risikoeinschätzung von den Landkreisen flexibel gehandhabt werden“. Die komplette Risikoeinschätzung des FLI finden Sie hier.

Eine Begrenzung der landesweiten Aufstallpflicht auf Gebiete mit hoher Wildvogeldichte ist daher der erste, logische Schritt. Die Kreise Pinneberg und Nordfriesland haben dies schon umgesetzt und ihre Anordnungen auf bestimmte Gebiete beschränkt.

Desinfektionshinweise im Hinblick auf die Geflügelpest

12.03.2021

Aufgrund der aktuellen Ereignisse im gesamten Bundesgebiet möchten wir noch einmal auf den korrekten Einsatz von Desinfektionsmitteln hinweisen. Zur Abwehr von Influenza–Viren sind nicht alle Desinfektionsmittel geeignet. Entscheidend ist der Einsatz eines Mittels, dass gegen „behüllte Viren“ wirkt, wie es der Erreger der Geflügelpest ist.

Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die folgenden Hinweise keine einzelfallbezogene Beratung ersetzen können. Grundsätzlich sollte aber beachtet werden:

  • Bei Desinfektionswannen oder -matten für Schuhwerk vor dem Stalleingang ist es sinnvoll ein Mittel einzusetzen, welches über mehrere Tage stabil bleibt.
  • Achtung: nur die in der tagesaktuellen DVG-Desinfektionsmittelliste für die Tierhaltung aufgeführten Handelsprodukte sind tatsächlich DVG-gelistet und sollten verwendet werden.
  • Die Einwirkzeiten und die weiteren Hinweise der DVG zu geprüften Desinfektionsmitteln für den Einsatz in der Tierhaltung sind zu beachten.
  • Die zu desinfizierenden Gegenstände (sowohl Schuhwerk als auch Stalleinrichtung) sind vor der Desinfektion zu reinigen.
  • Desinfektionsmittel sind hoch konzentrierte Chemikalien! Entsprechend sorgsam sollte der Umgang gehandhabt werden. Wir raten beim Umgang zum Einsatz von Handschuhen und Schutzbrille.

Bei niedrigen Temperaturen ist weiter zu beachten:

  • Aldehydhaltige Desinfektionsmittel und Desinfektionsmittel auf Basis organischer Säuren (Ausnahme Peressigsäure) sollten aufgrund ihres Wirkungsverlustes nicht bei kühlen Temperaturen unter 10°C verwendet werden, sofern keine DVG-Listung für niedrigere Temperaturen (4°C) vorliegt.
  • Produkte auf Basis von Peressigssäure sind wirksam, sie haben aber nur eine kurze Haltbarkeit (ca. 8 Stunden), da Peressigsäure schnell zerfällt. Das macht den häufigen Austausch des Mittels in Desinfektionswannen erforderlich.
  • Eine längere Stabilität der Mittel ist bei Produkten auf Basis von Ameisensäure gegeben. Durch Kombination von organischen Säuren (z.B. Ameisensäure mit Frostschutzmittel) ist deren Wirksamkeit auch bei Temperaturen bis -10 °C möglich (siehe DVG-Listung).
  • Die Konzentration der Mittel ist ggf. zu erhöhen, um die gewünschte Wirksamkeit bei niedrigen Temperaturen zu erreichen.

Für die genauen Gebrauchskonzentrationen, Einwirkzeiten und Haltbarkeiten der Desinfektionsmittel sind die Produktinformationen des jeweiligen Herstellers zu beachten.

Bei der Verwendung von Desinfektionsmitteln sind stets die produktspezifischen Anwendungs- sowie Entsorgungshinweise zu beachten. Im ökologischen Landbau sind nur bestimmte Wirkstoffe aufgrund des Nachhaltigkeitsgedanken zugelassen. Achten Sie auf die Angaben in der Liste und erkundigen Sie sich beim Hersteller.

Im Eintritt des Seuchenfalls auf dem eigenen Betrieb wird der Mitteleinsatz und die Mindestkonzentration vom Veterinäramt vorgeschrieben.

 

HINWEIS: Die vorgenannten Hinweise wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Eine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Eine Haftung für Fehler oder Auslassungen wird nicht übernommen. Die Nutzung der Hinweise erfolgt auf eigene Gefahr.

Informationen zur Vermarktung von Eiern aus Freilandhaltung bei andauernder Stallpflicht

15.02.2021

Aus der andauernden Aufstallpflicht ergeben sich Einschränkungen für die Vermarktung der Eier aus Freilandhaltung. Nach den EU-Vorgaben zur Eiervermarktung muss die Vermarktung der Eier aus Freilandhaltung nach einer Frist von 16 Wochen ohne Auslauf angepasst und die danach erzeugten Eier aus Freilandhaltungen als „Eier aus Bodenhaltung“ deklariert werden. 

Die 16-Wochen-Frist ist dabei für jede Legehennen-Herde separat zu prüfen. Ein Freilandbetrieb, der während einer andauernden Stallpflicht neue Junghennen einstallt, kann seinen Freilandstatus für diese Herde für insgesamt 16 Wochen aufrechterhalten. Die übliche Eingewöhnungszeit ohne Freilandzugang ist dabei in diese 16 Wochen einzurechnen. 

Für eine rechtsverbindliche Auskunft zu Ihrem individuellen Standort und Ihrer individuellen Herde wenden Sie sich bitte an das Kreisveterinäramt!

Sie haben weitergehende Fragen zum Thema der Vermarktung von Eiern nach Ablauf der 16-Wochen-Frist?  Schreiben Sie uns eine E-Mail.

Risiko-Ampel zur Prüfung der Biosicherheit nutzen

30.11.2020

Die Geflügelpest-Risikoampel bietet Geflügelhaltern die Möglichkeit, das Eintragsrisiko der Aviären Influenza für den eigenen Betrieb einzuschätzen. Darüber hinaus soll die Ampel dabei unterstützen, ein betriebsindividuelles Biosicherheitskonzept zu erstellen.

Das Online-Tool wurde von der Universität Vechta mit weiteren Beteiligten erarbeitet. Weiter zum Tool: hier.

Verbindliche Hygienemaßnahmen zum Schutz aller Geflügelhaltungen

28.06.2021

❗️Trotz der Lockerungen der Stallpflicht in einigen Kreisen bleiben verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind, landesweit weiter bestehen und sind zu beachten.

Nach der landesweiten Stallpflicht wurde eine landesweit geltende Allgemeinverfügung zur Festlegung von Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen erlassen, um einen einheitlichen Rahmen für Hygienemaßnahmen für alle gewerblichen und privaten Geflügelhalter zu schaffen.

Die Allgemeinverfügung ist für alle gewerblichen sowie für privaten Geflügelhalter in Schleswig-Holstein verbindlich. Sie tritt zum 12. November 2020 in Kraft.

Zu den angeordneten Maßnahmen gehören:

1.    Biosicherheitsmaßnahmen

  • Die Eingänge zu den Ställen oder sonstigen Standorten, in denen Geflügel gehalten wird (Geflügelhaltungen) sind mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion zu versehen (Desinfektionswannen oder- matten).
  • Unmittelbar vor jedem Betreten der Geflügelhaltung sind die Schuhe zu desinfizieren.
  • Unmittelbar vor jedem Betreten der Geflügelhaltung sind die Hände zu waschen und mit einem geeigneten Mittel zu desinfizieren.
  • Hunde und Katzen sind von den Geflügelhaltungen fern zu halten.
  • Die Aufnahme von Geflügel über Geflügelmärkte, Geflügelbörsen oder mobile Geflügelhändler ist verboten.

2.    Weitergehende Maßnahmen

  • Beim Betreten der Geflügelhaltungen ist Schutzkleidung inklusive Schuhwerk, die ausschließlich in der Geflügelhaltung zu verwenden ist, anzulegen. Die Schutzkleidung ist nach Gebrauch regelmäßig, mindestens aber ein Mal pro Woche, zu reinigen und zu desinfizieren. Bei Verwendung von Einwegkleidung ist diese nach Gebrauch unschädlich zu beseitigen.
  • Nach jeder Einstallung oder Ausstallung von Geflügel sind die dazu eingesetzten Gerätschaften zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Nach jeder Ausstallung sind die freigewordenen Ställe einschließlich der dort vorhandenen Einrichtungen und Gegenstände zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Transportmittel für Geflügel (Fahrzeuge und Behältnisse) sind nach jeder Verwendung unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren.

Hinweis:

Für Haltungen mit 1.000 oder mehr Stück Geflügel gelten die Bestimmungen von Nr. 2 bereits durch § 6 Absatz 1 Geflügelpestverordnung.

3.    Erweiterungen beim Führen des Bestandsregisters

  • Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter mit bis einschließlich 100 Stück gehaltenem Geflügel haben das Bestandregister um die Anzahl der verendeten Tiere je Werktag zu ergänzen.
  • Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter mit 10 bis einschließlich 1.000 Stück gehaltenem Geflügel haben das Bestandregister um die Gesamtzahl der gelegten Eier je Bestand je Werktag zu ergänzen.

Bei der Umsetzung der erweiterten Dokumentationspflichten können die folgenden Unterlagen hilfreich sein, die sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam geführt werden sollten: 

 4.    Anzeigepflicht

Ferner haben alle privaten und gewerblichen Geflügelhalter in Schleswig-Holstein ihre Geflügelhaltung beim Veterinäramt anzuzeigen, sofern dies noch nicht gemäß § 26 Viehverkehrsverordnung erfolgt ist. Im Zweifel sollte beim Kreisveterinäramt nachgefragt werden.

Alle Anordnungen gelten vorbehaltlich darüberhinausgehender Anordnungen der zuständigen Kreisordnungsbehörden.

Die Allgemeinverfügung ist einsehbar auf der Webseite des MELUND.

Hilfreiche Allgemeine Verhaltensregeln für Kleingeflügelhaltungen und Hobbyhaltungen wurden ebenfalls auf der Webseite des MELUND eingestellt.

Flyer des MELUND über Hygienemaßnahmen für Hobby- und Kleinsthaltungen

11.11.2020

Die zum 12.11.2020 gültige Allgemeinverfügung zu Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen gilt auch für private Geflügelhalter und ist einsehbar auf der Webseite des MELUND.

Das MELUND hat daneben auch einen Flyer erstellt, um den Hobby- und Kleinstgeflügelhalter schnell und einfach die wichtigsten Punkte der Hygienemaßnahmen für ihre Tiere mitzugeben.

Auch kleine Betriebe und Hobbyhaltungen können mit verschiedenen Mitteln einer Infektion vorbeugen und so ihre Tiere schützen. Dazu gehört, dass Futterstellen und Tränken sowie Futter, Einstreu und Werkzeug vor Wildvögeln geschützt gelagert werden und Geflügel nur Leitungswasser zu trinken bekommen. Halter sollten besondere Stallkleidung tragen und sie regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen.

Den Flyer des MELUND mit weiteren Tipps für Hobby- und Kleinstgeflügelhaltern finden Sie hier.

Hilfreiche Allgemeine Verhaltensregeln für Kleingeflügelhaltungen und Hobbyhaltungen sind ebenfalls auf der Webseite des MELUND zu finden.

Bauernverband Schleswig-Holstein