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Foto: pixabay

Die Aviäre Influenza, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit. 

Nachdem am 30.10.2020 im Kreis Nordfriesland erstmals im Jahr 2020 bei tot aufgefundenen Wildvögeln die Vogelgrippe amtlich festgestellt wurde, sind mittlerweile in vielen Regionen Schleswig-Holsteins Funde gemeldet worden. 

Allgemeine Hintergrundinformationen zur hochpathogenen aviären Influenza hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in einem Fragen und Antworten-Katalog zusammengestellt.

Weitere Informationen und Meldungen zum aktuellen Seuchengeschehen finden Sie nachfolgend.

Hilfreiche Unterlagen

Durch die verbindlichen Hygienemaßnahmen, die seit dem 12.11.2020 zu beachten sind,  sehen unter anderem erweiterte Dokumentationspflichten auch für kleinere Geflügelbestände (schon ab 10 Tieren) vor. Bei der Umsetzung der Vorgaben können die folgenden Unterlagen hilfreich sein, die sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam geführt werden sollten: 

Weitere Informationen für Kleinstgeflügelhaltungen finden Sie hier:

1. Allgemeine Informationen

Man unterscheidet bei der aviären Influenza zwischen verschiedenen Subtypen, die in zwei Varianten einzuordnen sind, die geringpathogenen und die hochpathogenen Influenzaviren. Beide Varianten kommt natürlich bei wildlebenden Wasservögeln vor, wodurch sie immer wieder, auch zur Gefahr für Hausgeflügel wird. 

Geringpathogene Influenza (LPAIV)

Geringpathogene aviäre Influenzaviren (LPAIV) der Subtypen H5 und H7 verursachen bei Hausgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, kaum oder nur milde Krankheitssymptome.

Hochpathogene Influenza (HPAIV)

Die hochpathogenen Form (hochpathogene aviäre Influenzaviren, HPAIV) hingegen verläuft deutlich schwerer und zeigt sich dann klinisch als Geflügelpest. Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen, die oft zum Tod des Tieres führen.

❗️ Weiterer Fall der Geflügelpest in Legehennenbetrieb im Kreis Plön

07.03.2021

In einem Legehennenbetrieb in der Gemeinde Kühren im Kreis Plön ist am 06.03.2021 ein Fall der Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Der Erreger vom Subtyp H5N8 wurde im Bestand nachgewiesen. Nach Angaben des Kreises wurden dort 76.000 Tiere gehalten. Die Veterinäraufsicht des Kreises Plön hat, in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND), die erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Dazu gehört auch die Tötung des gesamten Bestands, um eine weitere Ausbreitung des Virus aus dem betroffenen Betrieb heraus zu verhindern. Eine Spezialfirma bereitet derzeit das Töten der Hennen in den beiden Ställen auf dem Betriebsgelände vor.

Um den Ausbruchsbetrieb sind gemäß Geflügelpest-Verordnung Restriktionszonen eingerichtet worden, welche aus einem Sperrbezirk und einem Beobachtungsgebiet um den Ausbruchsbetrieb bestehen. Aufgrund der räumlichen Lage sind auch Geflügelhalter im Gebiet der Landeshauptstadt Kiel von den Restriktionszonen betroffen. In diesen Zonen gelten bestimmte rechtlich vorgegebene Regelungen für Geflügelhaltungen. Diese umfassen u.a. ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel.

Weitere Einzelheiten wurden vom Kreis Plön in einer Pressemeldung mitgeteilt. Die genauen Restriktionszonen ergeben sich aus der Allgemeinverfügung des Kreises Plön vom 07.03.2021.

❗️ Neue Fälle bei Hausgeflügel in Schleswig-Holstein

05.03.2021

Heute wurden zwei Fälle der Geflügelpest in Hausgeflügelhaltungen in Schleswig-Holstein amtlich festgestellt. Betroffen ist eine Kleinstgeflügelhaltung im Kreis Rendsburg- Eckernförde mit etwa 25 Tieren und eine weitere gemischte Kleinhaltung von etwa 150 Tieren verschiedener Hühnerarten, Puten und Wassergeflügel im Kreisgebiet Stormarn.

Die Bestände wurden geräumt. Um die Ausbruchsbetrieb sind gemäß Geflügelpest-Verordnung Restriktionszonen einzurichten worden, welche aus einem Sperrbezirk und einem Beobachtungsgebiet bestehen. In diesen Zonen gelten bestimmte rechtlich vorgegebene Regelungen für Geflügelhaltungen. Diese umfassen u.a. ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel.

Weitere Informationen werden von den Kreisen zur Verfügung gestellt:

Informationen des Kreises Stormarn: Allgemeinverfügung und Pressemeldung

Informationen des Kreises Rensburg-Eckernförde: Allgemeinverfügung

Zahlreiche Fälle auch im Bundesgebiet

Die aktuellen Fälle aus Schleswig-Holstein reihen sich ein in zahlreiche Ausbrüche bei Hausgeflügel im gesamten Bundesgebiet. Allein in den letzten 5 Tagen hat es zehn weitere Meldungen aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern gegeben. Dort waren überwiegend große Geflügelhaltungen mit mehreren 10.000 Tieren betroffen. 

Gefahr eines Eintrags weiterhin hoch

Insgesamt ist weiterhin von einem hohen Eintragsrisiko der Geflügelpest aus der Umwelt auszugehen. Die Meldungen von tot aufgefundenen Wildvögeln steigen über das gesamte Landesgebiet Schleswig-Holsteins an. Aktuell wurden 24 Nachweise der Geflügelpest bei Wildvögeln in den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Ostholstein, Pinneberg, Schleswig-Flensburg, Steinburg, Plön, Stormarn, Herzogtum-Lauenburg sowie in der Stadt Neumünster bestätigt.

Aufstallpflicht hat Folgen im Supermarktregal

01.03.2021

Der Geflügelwirtschaftsverband Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. hat auf erwartbare Veränderungen bei der Eier-Vermarktung hingewiesen, die durch die fortgesetzte Aufstallpflicht in Schleswig-Holstein ausgelöst werden. Infolge der fortgesetzten Stallpflicht prognostiziert der Verband eine Knappheit bei Freilandeiern mit Herkunft aus Schleswig-Holstein.

Um auf die besondere Situation hinzuweisen, werden die schleswig-holsteinischen Legehennenhalter ihre Eier-Verpackungen zukünftig mit einem separaten Aufkleber versehen. "Aufgrund der angeordneten Stallpflicht Eier aus Bodenhaltung - so oder so ähnlich wird es zukünftig auf den Eier-Kartons zu lesen sein, heißt es in der Pressemeldung des Verbandes. „Wir hoffen, dass unsere Kunden die besondere Situation anerkennen und den vielen regionalen Eier-Erzeugern trotzdem weiter treu bleiben,“ erläutert Hans-Peter Goldnick, Vorsitzender des Geflügelwirtschaftsverbandes Schleswig-Holstein und Hamburg e.V.

Nach den EU-Vorgaben zur Eiervermarktung muss die Vermarktung der Eier aus Freilandhaltung nach einer Frist von 16 Wochen ohne Auslauf angepasst werden. Nach Ablauf der Frist müssen die Eier als „Eier aus Bodenhaltung“ deklariert werden. Mit Blick auf die unterschiedlichen Anordnungszeitpunkte der Stallpflicht in den einzelnen Kreisgebieten in Schleswig-Holstein dürften im Laufe des Monats März immer mehr Eier-Kartons mit entsprechenden Aufklebern in den Regalen der Einkaufsmärkte zu finden sein.

Mit Blick in die Zukunft ergänzt Goldnick: „Wir hoffen natürlich, dass wir unsere Tiere schnellstmöglich wieder ins Freie lassen können und dann auch der Aufkleber verschwinden kann.“ Allerdings sei die Stallpflicht der effektivste Schutz vor einem Eintrag des Geflügelpest-Erregers. Dieser sei weiterhin in der Wildvogelpopulation zu finden. Das zeige auch die aktuellste Meldung des Landwirtschaftsministeriums und werde von den Experten des Bundesinstituts für Tiergesundheit, dem Friedrich-Loeffler-Institut, bestätigt. Auch die anhaltenden Meldungen über Fälle der Geflügelpest in Geflügelhaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen seien eine deutliche Warnung.

Wieder steigende Zahlen bei der Geflügelpest - Erstmals Subtyp H5N4 nachgewiesen

26.02.2021

Das MELUND meldete erneut steigende Fallzahlen von tot aufgefundenen Wildvögeln. Seit dem Jahreswechsel sei bei 70 Wildvögeln aus den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Ostholstein, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Flensburg, Steinburg sowie in der Hansestadt Lübeck das Geflügelpestvirus nachgewiesen worden. Erstmals wurde dabei auch Geflügelpest des Subtyps H5N4 in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Der Subtyp wurde bei einem Schwan und einer Möwe aus Heiligenhafen, Kreis Ostholstein, festgestellt.

„Der Kampf gegen die Geflügelpest braucht einen langen Atem. Dass bislang nur wenige Ausbrüche in Geflügelhaltungen zu verzeichnen sind, haben wir insbesondere der Vorsicht und Gewissenhaftigkeit der Halterinnen und Halter zu verdanken," wird Minister Albrecht in der Pressemeldung zitiert. Er appellierte daran, weiter vorsichtig und gewissenhaft zu bleiben.  

Die ganze Pressemeldung des MELUND ist hier nachzulesen.

Bundesinstitut bestätigt: Übertragung durch Lebensmittel unwahrscheinlich

23.02.2021

Eine Virusübertragung des Geflügelpest-Erregers H5N8 durch den Verzehr von Lebensmitteln vom Geflügel ist unwahrscheinlich.

Für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse mit Geflügelfleisch von infizierten Tieren gebe es bisher keine Belege, so das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) in seiner aktualisierten Mitteilung Nr. 007/2021 vom 23. Februar 2021 mit. Konkret heißt es dort: "Eine Übertragung des Erregers über Lebensmittel auf den Menschen ist nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand unwahrscheinlich."

Laut Presseberichten war es im Dezember 2020 erstmals zu Übertragungen des Subtyps H5N8 auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Geflügelfarm in Russland gekommen. Influenzaviren können beim Menschen Atemwegserkrankungen auslösen und werden hauptsächlich durch Tröpfcheninfektionen über die Luft übertragen. Fälle von Mensch-zu-Mensch-Übertragungen wurden nicht festgestellt. 

Der Verzehr von Geflügelprodukten gesundheitlich unbedenklich, sofern die allgemein gültigen Hygieneregeln im Umgang mit Geflügelprodukten vom Verbraucher beachtet werden (siehe auch Video des BfR).

Für weitergehende Informationen zur Vogelgrippe hat das BfR auf seiner Webseite Fragen und Antworten zusammengestellt.

Landesweite Aufstallpflicht für Geflügel bleibt weiter bestehen

19.02.2020

Die bestehenden Aufstallungsanordnungen für sämtliches Geflügel in Schleswig-Holstein bleibt bis auf weiteres aufrechterhalten. 

In Anbetracht der anhaltenden Bedrohung für die Geflügelbestände durch die hochpathogene Aviäre Influenza erscheint dieser Schritt auch weiterhin sinnvoll. Die Ereignisse in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie der aktuellen Einschätzung des FLI vom 16.02.2021 bestätigen, dass weiterhin unverändert von einer Viruslast in der Umwelt ausgegangen werden muss.

Nachdem zunächst der Kreis Dithmarschen kreisweit die Aufstallung sämtlichen Geflügels erlassen hatte, hatte das Land die Stallpflicht landesweit angeordnet. Die Pressemitteilung des MELUND finden Sie hier.

Alle Kreise und kreisfreien Städte des Landes hatten zum 16.11.2020 Vollzug gemeldet und die Aufstallung von Geflügel in Freilandhaltungen entsprechend verfügt. Die jeweiligen Allgemeinverfügungen sind in dem Kreisen und kreisfreien Städten veröffentlicht worden und oftmals auf deren Webseiten abrufbar.

Informationen zur Vermarktung von Eiern auf Freilandhaltung bei weiter andauernder Aufstallpflicht finden Sie hier.

Von der Aufstallpflicht sind Ausnahmeregelungen im Einzelfall möglich. Wenn die Aufstallung von Tieren nicht möglich ist, ist das örtlich zuständige Kreisveterinäramt anzusprechen.

FLI aktualisiert seine Einschätzung - Risiko bleibt "hoch"

20.02.2021

Das FLI hat aufgrund der aktuellen Fälle in Deutschland seine Risikobewertung am 16.02.2021 aktualisiert.

Seit November 2020 wurden über 600 HPAIV Fälle bei Wildvögeln, 59 Ausbrüche bei Geflügel, davon drei bei gehaltenen Vögeln in Tierparks festgestellt. Außerdem meldeten 25 europäische Länder Wildvogelfälle bzw. Ausbrüche von HPAIV des Subtyps H5 bei gehaltenen Vögeln.

Das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in Geflügelhaltungen wird weiterhin  als hoch eingestuft. In Gebieten mit einer hohen Dichte von Geflügelhaltungen ist von einem hohen Eintragsrisiko durch Verschleppung des Virus zwischen Geflügelhaltungen auszugehen. Die komplette Risikoeinschätzung des FLI finden Sie hier.

Informationen zur Vermarktung von Eiern aus Freilandhaltung bei andauernder Stallpflicht

15.02.2021

Aus der andauernden Aufstallpflicht ergeben sich Einschränkungen für die Vermarktung der Eier aus Freilandhaltung. Nach den EU-Vorgaben zur Eiervermarktung muss die Vermarktung der Eier aus Freilandhaltung nach einer Frist von 16 Wochen ohne Auslauf angepasst und die danach erzeugten Eier aus Freilandhaltungen als „Eier aus Bodenhaltung“ deklariert werden. 

Die 16-Wochen-Frist ist dabei für jede Legehennen-Herde separat zu prüfen. Ein Freilandbetrieb, der während einer andauernden Stallpflicht neue Junghennen einstallt, kann seinen Freilandstatus für diese Herde für insgesamt 16 Wochen aufrechterhalten. Die übliche Eingewöhnungszeit ohne Freilandzugang ist dabei in diese 16 Wochen einzurechnen. 

Für eine rechtsverbindliche Auskunft zu Ihrem individuellen Standort und Ihrer individuellen Herde wenden Sie sich bitte an das Kreisveterinäramt!

Sie haben weitergehende Fragen zum Thema der Vermarktung von Eiern nach Ablauf der 16-Wochen-Frist?  Schreiben Sie uns eine E-Mail.

Risiko-Ampel zur Prüfung der Biosicherheit nutzen

30.11.2020

Die Geflügelpest-Risikoampel bietet Geflügelhaltern die Möglichkeit, das Eintragsrisiko der Aviären Influenza für den eigenen Betrieb einzuschätzen. Darüber hinaus soll die Ampel dabei unterstützen, ein betriebsindividuelles Biosicherheitskonzept zu erstellen.

Das Online-Tool wurde von der Universität Vechta mit weiteren Beteiligten erarbeitet. Weiter zum Tool: hier.

Verbindliche Hygienemaßnahmen zum Schutz aller Geflügelhaltungen

11.11.2020

Nach der landesweiten Stallpflicht wurde zum 12.11.2020 zusätzlich eine landesweit geltende Allgemeinverfügung zur Festlegung von Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen erlassen, um einen einheitlichen Rahmen für Hygienemaßnahmen für alle gewerblichen und privaten Geflügelhalter zu schaffen.

Die Allgemeinverfügung ist für alle gewerblichen sowie für privaten Geflügelhalter in Schleswig-Holstein verbindlich. Sie tritt zum 12. November 2020 in Kraft.

Zu den angeordneten Maßnahmen gehören:

1.    Biosicherheitsmaßnahmen

  • Die Eingänge zu den Ställen oder sonstigen Standorten, in denen Geflügel gehalten wird (Geflügelhaltungen) sind mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion zu versehen (Desinfektionswannen oder- matten).
  • Unmittelbar vor jedem Betreten der Geflügelhaltung sind die Schuhe zu desinfizieren.
  • Unmittelbar vor jedem Betreten der Geflügelhaltung sind die Hände zu waschen und mit einem geeigneten Mittel zu desinfizieren.
  • Hunde und Katzen sind von den Geflügelhaltungen fern zu halten.
  • Die Aufnahme von Geflügel über Geflügelmärkte, Geflügelbörsen oder mobile Geflügelhändler ist verboten.

2.    Weitergehende Maßnahmen

  • Beim Betreten der Geflügelhaltungen ist Schutzkleidung inklusive Schuhwerk, die ausschließlich in der Geflügelhaltung zu verwenden ist, anzulegen. Die Schutzkleidung ist nach Gebrauch regelmäßig, mindestens aber ein Mal pro Woche, zu reinigen und zu desinfizieren. Bei Verwendung von Einwegkleidung ist diese nach Gebrauch unschädlich zu beseitigen.
  • Nach jeder Einstallung oder Ausstallung von Geflügel sind die dazu eingesetzten Gerätschaften zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Nach jeder Ausstallung sind die freigewordenen Ställe einschließlich der dort vorhandenen Einrichtungen und Gegenstände zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Transportmittel für Geflügel (Fahrzeuge und Behältnisse) sind nach jeder Verwendung unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren.

Hinweis:

Für Haltungen mit 1.000 oder mehr Stück Geflügel gelten die Bestimmungen von Nr. 2 bereits durch § 6 Absatz 1 Geflügelpestverordnung.

3.    Erweiterungen beim Führen des Bestandsregisters

  • Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter mit bis einschließlich 100 Stück gehaltenem Geflügel haben das Bestandregister um die Anzahl der verendeten Tiere je Werktag zu ergänzen.
  • Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter mit 10 bis einschließlich 1.000 Stück gehaltenem Geflügel haben das Bestandregister um die Gesamtzahl der gelegten Eier je Bestand je Werktag zu ergänzen.

Bei der Umsetzung der erweiterten Dokumentationspflichten können die folgenden Unterlagen hilfreich sein, die sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam geführt werden sollten: 

 4.    Anzeigepflicht

Ferner haben alle privaten und gewerblichen Geflügelhalter in Schleswig-Holstein ihre Geflügelhaltung beim Veterinäramt anzuzeigen, sofern dies noch nicht gemäß § 26 Viehverkehrsverordnung erfolgt ist. Im Zweifel sollte beim Kreisveterinäramt nachgefragt werden.

Alle Anordnungen gelten vorbehaltlich darüberhinausgehender Anordnungen der zuständigen Kreisordnungsbehörden.

Die Allgemeinverfügung ist einsehbar auf der Webseite des MELUND.

Hilfreiche Allgemeine Verhaltensregeln für Kleingeflügelhaltungen und Hobbyhaltungen wurden ebenfalls auf der Webseite des MELUND eingestellt.

Flyer des MELUND über Hygienemaßnahmen für Hobby- und Kleinsthaltungen

11.11.2020

Die zum 12.11.2020 gültige Allgemeinverfügung zu Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen gilt auch für private Geflügelhalter und ist einsehbar auf der Webseite des MELUND.

Das MELUND hat daneben auch einen Flyer erstellt, um den Hobby- und Kleinstgeflügelhalter schnell und einfach die wichtigsten Punkte der Hygienemaßnahmen für ihre Tiere mitzugeben.

Auch kleine Betriebe und Hobbyhaltungen können mit verschiedenen Mitteln einer Infektion vorbeugen und so ihre Tiere schützen. Dazu gehört, dass Futterstellen und Tränken sowie Futter, Einstreu und Werkzeug vor Wildvögeln geschützt gelagert werden und Geflügel nur Leitungswasser zu trinken bekommen. Halter sollten besondere Stallkleidung tragen und sie regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen.

Den Flyer des MELUND mit weiteren Tipps für Hobby- und Kleinstgeflügelhaltern finden Sie hier.

Hilfreiche Allgemeine Verhaltensregeln für Kleingeflügelhaltungen und Hobbyhaltungen sind ebenfalls auf der Webseite des MELUND zu finden.

Bauernverband Schleswig-Holstein