Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Aktuelles

21.10.2026

Drohnen über Weiden und Feldern: Bauernverband mahnt zur Rücksichtnahme und warnt vor rechtlichen Risiken

Dürfen Drohnen ohne Einwilligung des Flächeneigentümers über Weiden und Felder fliegen? Mit dieser Frage werden die Juristen des Bauernverbandes Schleswig-Holstein derzeit vermehrt konfrontiert. Anlass ist ein Vorfall in der vergangenen Woche auf einem Gestüt in Ostholstein: Eine Drohne flog minutenlang in geringer Höhe über eine Pferdeweide und versetzte die dort grasenden Tiere in Panik. Eines der Pferde verendete kurz nach dem Vorfall. Als mögliche Todesursache steht ein Aortenabriss im Raum.

„Unsere vier Pferde fingen panisch an zu rennen. Die Drohne ist in wenigen Metern Höhe minutenlang über der Weide geflogen“, berichtet Katja Schiele, Eigentümerin des Gestüts Schiele. Für die professionelle Pferdezüchterin und Ausbilderin war die Situation ein Schock. „Wir standen hilflos daneben.“

 

Artikel lesen
14.10.2026

Rübenroden in Schleswig-Holstein: Erntestress, Schädlingsdruck und Zuckersteuer

Die Zuckerrübenernte prägt zur Zeit das Bild auf den Feldern in Schleswig-Holstein. Die sogenannten Rübenroder holen die Zuckerrüben aus dem Boden. „Heimische Zuckerrüben sichern unsere regionale Wertschöpfung und die Arbeitsplätze entlang der Produktionskette. Die Rübe ist für viele Betriebe ein wertvoller Bestandteil der Fruchtfolge – und das muss so bleiben“, fordert Klaas Röhr, Rübenanbauer und stellvertretender Kreisvorsitzender des Bauernverbandes im Kreis Stormarn.

Artikel lesen

Gut gesagt

"Die Existenz der Menschheit hängt nicht von Aktienpaketen, Autos, Flugzeugen, Weltraumraketen etc. ab, sondern von 20 bis 30 cm Krumenboden und dass es ab und zu regnet!"

Prof. Dr. Werner Bergmann, Agrarwissenschaftler und Nestor der Pflanzenernährung

Zahl des Monats

236

...Eier betrug der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahre 2023 in Deutschland und damit lag er um sechs Eier höher als im Jahr davor. Dies ergibt sich aus einer Pressemitteilung des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL).

Während der Verbrauch im Jahr 2022 auf 230 Eier pro Person gesunken war, stieg der Bedarf im Inland 2023 wieder an. Der Nahrungsverbrauch wuchs insgesamt auf 19,9 Milliarden Eier, was einem Plus von drei Prozent entspricht. Dies ist auf die gewachsene Bevölkerung zurückzuführen sowie auch auf einen höheren Bedarf. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) führt als mögliche Gründe für den erhöhten Bedarf sparsames Verbraucherverhalten an; so kann das Ei im Zuge der Inflation als günstiges Nahrungsmittel gedient haben. Ein weiterer Grund könnte die Ausbreitung der flexitarischen Ernährungsweise sein – weniger Fleisch, dafür mehr Eier.

Legehennenbestand weiterhin über 50 Millionen

Der Bestand an Legehennen lag auch 2023 mit 50,25 Millionen noch über der im Vorjahr erstmals erreichten Marke von über 50 Millionen (2022: 50,4). Darin enthalten ist eine vom BZL hinzu geschätzte Anzahl an Legehennen in Kleinbeständen mit weniger als 3.000 Haltungsplätzen. Das BZL geht davon aus, dass – entgegen der Entwicklung in den vergangenen Jahren – neben den Beständen über 3.000 Legehennen auch Kleinbestände nicht weiter ausgebaut oder sogar abgebaut wurden.

Bei einem leichten Rückgang der Legeleistung auf 291 Eier je Henne wurden im vergangenen Jahr 14,6 Milliarden Konsumeier erzeugt (-0,8 Prozent). Zurückzuführen ist dieser leichte Rückgang auf den weiteren Ausbau der Haltungsformen mit Auslauf. Damit konnte der Inlandsbedarf zu 73 Prozent aus heimischer Ware gedeckt werden (-3 Prozentpunkte).

Außenhandel: Hohe Inlandsnachfrage lässt Importe wieder steigen

Die Importe von Schaleneiern stiegen geschätzten Angaben zu Folge 2023 um knapp acht Prozent, die von Eiprodukten (Vollei, Eigelb und Eiweiß, flüssig, getrocknet, gefroren) um vier Prozent. Von den Schaleneiern stammten 75 Prozent aus den Niederlanden, gefolgt von Polen (12 Prozent), Dänemark und Belgien (je drei Prozent). Erstmals trat Rumänien mit rund drei Prozent der Lieferungen als Herkunftsland in Erscheinung.

Aufgrund des hohen Bedarfs im Inland – insbesondere an Eiern, die ohne Kükentöten produziert wurden – sanken die Ausfuhren von Eiprodukten um knapp 19 Prozent, die von Schaleneiern um vier Prozent.

Die Versorgungsbilanz Eier sowie die Berichte zur Markt- und Versorgungslage Eier sind unter www.ble.de/eier zu finden.

Hofwebseiten-Broschüre

Kooperationspartner

 
 
Bauernverband Schleswig-Holstein