Rendsburg, 26. Januar 2026. Die Schließung des Schlachthofes Perleberg in Brandenburg verschärft die strukturelle Unterversorgung mit regionalen Schlachtkapazitäten im Norden weiter – die Landespolitik ist jetzt gefordert, aktiv gegenzusteuern und verlässliche Vermarktungswege für die Schweinehalter in Schleswig-Holstein sicherzustellen. Klaus-Peter Lucht, Präsident des Bauernverbandes betont: „Mit der Aufgabe des Standorts Perleberg ist für die Bäuerinnen und Bauern in Schleswig-Holstein ein wichtiger Absatzweg weggefallen, der nun nicht mehr zur Verfügung steht. Die verbleibenden Kapazitäten im Norden reichen nicht aus, sodass zunehmend längere Transportwege notwendig werden. Tierwohlgerechte Transportzeiten werden damit konterkariert, ohne dass die Betriebe darauf Einflussmöglichkeiten haben.“ Die geografische Lage Schleswig-Holsteins mit dem Nadelöhr am Elbtunnel macht regionale Schlachtstätten dringend erforderlich, um kurze Transportwege sicherzustellen. Gesetzlich festgelegte Transportzeiten sowie Ver- und Abladevorgänge schränken die Flexibilität ein.
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